Rottweil
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2006
Suhl
Leistungsphasen: 1-8
Nutzfläche: 32.600m²
Baukosten: 103 Mio. € brutto
Gemeinsam mit: worschech architects Erfurt
Ersatzneubau Bettenhaus:
Durch den Ersatzneubau des Bettenhauses entstanden 585 Betten in einem abgestuften Pflegekonzept. Die Grundrissfigur des Bettenhauses folgt der expressiven Topografie des Südwest-Hanges des Döllbergs faltet sich um den bestehenden Komplex. Durch das Wechselspiel von Annäherung und Distanz zur entsteht ein spannungsvoller Zwischenraum mit Ein-und Ausblicken, dessen Teil die Eingangshalle ist. In Anbetracht des oftmals rauen Klimas soll mit der Halle ein Mikrokosmos geschaffen werden, der die Nutzergruppen zusammenführt und hohe Aufenthaltsqualität ermöglicht.
Die Neuformierung der Zugangssituation ist wesentliches Anliegen des Entwurfes. Der Haupteingang wird an die Süd-West-Ecke des Funktionsbaus verlegt. Er besetzt damit die zentrale Nahtstelle zwischen Funktionsbau und Pflege.
Die bandartige Formierung des Gebäudes ermöglicht fließende Übergänge zwischen den Stationen und interdisziplinäre Poolbildung der Planbetten. Pflegestützpunkte sind so angeordnet, dass Nähe zum Patienten hergestellt wird, aber auch Besucher schnell Ansprechpartner finden.
Umbau Funktionsgebäude:
Neben der Erweiterung um die Allgemeinpflege, Neuordnung des Zugangs und Anbindung an den Bestand, wurde das Funktionsgebäude während des laufenden Krankenhausbetriebes umgebaut.
Insgesamt waren folgende Funktionsstellen Bestandteil der Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen:
– Arztdienst
– Zentrale Medizin. Aufnahme
– Röntgendiagnostik
– Linksherzkatheder
– Nuklearmedizin
– Urologie
– Gynäkologie
– Physiotherapie
– Zentral-OP
– Aufwachraum
– Intermediate Care
– Intensivmedizin
– Mutter-Kind-Zentrum
– Verwaltung
– Zentralsterilisation
– Arzneimittelversorgung
– Küche
– Technikzentrale
Eine übergeordnete Farb-, Material- und Detailplanung sorgten trotz der stufen weisen Realisierung über einen längeren Zeitraum, für ein einheitliches inneres Erscheinungsbild.
Die Integration der komplexen Medizintechnik in das Bestandsgebäude sowie Logistik und Technologie der Umbauarbeiten für die Gewährleistung der komplikationslosen Aufrechterhaltung des Krankenhausbetriebes stellten bei diesem Projekt eine ganz besondere Herausforderung dar.