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2006
Lauscha
Leistungsphasen: 1-9
Baukosten: 1,1 Mio. €
Die Stadt Lauscha (3.700 EW) ist geprägt durch ihre Lage im Thüringer Wald und die örtlichen Traditionen, die wesentlich von der Glasindustrie geformt wurden. Die Glasbläserstadt Lauscha gilt als Geburtsort des gläsernen Christbaumschmucks und als das Zentrum der Kunstglasbläserei in Deutschland.
Das formulierte Ziel der Neugestaltung des Hüttenplatzes war die Schaffung eines Stadtraumes, der als Zentrum der Stadt Lauscha, als Ausgangspunkt für Besucher und als markanter Baustein auf der Thüringer Glasstraße erkennbar wird.
Zentrales Element des Entwurfes ist ein langgestrecktes Band, welches als gestuftes Bodenrelief aus Schiefer und Glas der heterogenen Platz- und Bebauungsstruktur formalen Halt gibt und verschiedene Teilbereiche des Ortskerns miteinander verbindet. Materialität und Detailausbildung des Bandes verweisen auf den traditionsreichen Standort inmitten des Thüringer Waldes und die Bedeutung des Hüttenplatzes als Wiege der Glasbläserei innerhalb der Stadt Lauscha. Die massiven, spaltrauen Schieferplatten stammen aus dem nahe gelegenen Theumaer Schieferbruch. Der „Glasfluss“, der sich als hinterleuchtetes Glasband scheinbar glühend in den dunklen Schiefer schneidet, wurde durch einen Lauschaer Glaskünstler umgesetzt.